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LAW 2004 2. Abend

Donnerstag, 9. Dezember 2004, 20 Uhr

Hauptkirche St. Petri

Liebe Alte Weihnachtslieder                                                                                   

Eine Hamburger Tradition

Ein Konzert, welches sich durch seine ganz eigene Art aus der Menge der vielen angebotenen
Konzerte hervorhebt, findet auch dieses Jahr wieder in der Adventszeit in der Hamburger St. Petrikirche statt. Das Programm ist ein Miteinander von kunstvollen Motetten und Sätzen alter Meister und schlicht gesetzten  Volksliedern. Es erklingen Teile aus der Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz neben klassischen Liedern wie "Es kommt ein Schiff geladen" und  "Es ist ein Ros entsprungen". Die Folge der Gesänge und Instrumentalstücke ist jedoch nicht wahllos aneinandergereiht, sondern möchte – ähnlich einem Oratorium - ein zusammenhängendes, logisch fortschreitendes Ganzes bilden. So zielen die Bilder und Legenden von der Verkündigung bis zu den Heiligen drei Königen folgerichtig auf das Symbol "Licht in der Finsternis" hin, welches in einer der schönsten Sitten von "Liebe Alte Weihnachtslieder" seinen Ausdruck findet: Im Quempas-Singen. Wenn die Kinder mit brennenden Kerzen in die Kirche einziehen wird alles hell. Der Quempas hat seine große Beliebtheit und Verbreitung durch "Liebe Alte Weihnachtslieder" erfahren. Inzwischen ist er in vielen evangelischen Kirchen zu einem wichtigen Stück weihnachtlicher Tradition geworden.

Als eine der ältesten jährlich stattfindenden Konzertveranstaltungen  in Hamburg blickt "Liebe Alte Weihnachtslieder" auf eine lange Geschichte zurück, die vor 65 Jahren ihren Anfang nahm. Damals fand das erste Konzert mit diesem Namen  unter der Leitung seines Initiators Adolf Detel in der Jacobikirche statt. Nachdem die St. Jacobikirche 1944 durch einen Bombenangriff zerstört worden war, zog das Konzert um und fand von nun an in der St. Petrikirche statt, welche den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte. In den schweren Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit hatte "Liebe Alte Weihnachtslieder" neben dem musikalischen Genuss, den es bot, eine trostspendende Funktion.

Seitdem erfreut sich "Liebe Alte Weihnachtslieder" immer wieder der Beliebtheit des Publikums und ist zu "einer der schönsten Hamburger Traditionen" geworden, wie das Hamburger Abendblatt einmal schrieb.
Adolf Detel leitete das Konzert noch bis 1991. Seit 1992 hatte Hans-Joachim Lustig die Leitung. In diesem Jahr wird das Programm erstmalig vom Hamburger Kammerchor gestaltet, der erst im Sommer dieses Jahres von seinem Leiter Mark Baumann gegründet wurde. Begleitet wird der Chor von  historischen Instrumenten, Flöten, Trompeten, Posaunen, Streichern und der Orgel.

"Liebe Alte Weihnachtslieder", Hauptkirche St. Petri, 8. und 9. Dezember 2004, 20 Uhr.

Karten an bei Konzertkasse Gerdes, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse, Eintritt: 15 € Einheitspreis.

 
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