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Montag, 21. Dezember .2009 - 20 Uhr   |   Dienstag, 22. Dezember 2009 - 20 Uhr

Hauptkirche St. Petri  (Mönckebergstraße)
S- und U-Bahn Jungfernstieg, U3 Rathaus

Liebe Alte Weihnachtslieder

Eine Hamburger Tradition wird 70 Jahre alt

Lieder und Motetten zu Advent und Weihnacht

Quempassingen, Kinder ziehen mit brennenden Kerzen in die Kirche ein


Hamburger Kammerchor
Instrumentalensemlble
Orgel: Andreas Rondthaler
Leitung: Mark Baumann

Mädchenchor Hamburg
Leitung: Gesa Werhahn

Eintrittskarten zu 15 € gibt es bei Konzertkasse Gerdes (Tel.: 45 33 26),  online direkt hier, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse (ab 19 Uhr geöffnet). Ermäßigte Karten für Schüler, Auszubildende und Studenten zu 10 € gibt es nur an der Konzertkasse Gerdes und an der Abendkasse.


Hauptkirche St. Petri Innen   Singende Kinder   

Hamburgs älteste Konzertveranstaltung wird 70 Jahre alt. Seit bald einem dreiviertel Jahrhundert machen sich Menschen in der Adventszeit in die Hauptkirche St. Petri in der Mönckebergstraße auf, um sich mit diesem Konzert auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Für viele ist dies der Beginn der eigentlichen Festzeit mit Besinnung und innerer Einkehr.

Auch 2009 findet diese besondere Konzertveranstaltung in der Hamburger Hauptkirche St. Petri (Mönckebergstraße) statt. Besonders ist nicht nur das stattliche Alter des Traditionskonzertes sondern auch die gleichzeitig feierliche wie anrührende Atmosphäre, welche sich durch das sorgsam ausgewählte  Programmg entfaltet. 

Das Programm ist ein Miteinander von kunstvollen Motetten und Sätzen alter Meister und schlicht gesetzten Volksliedern. Es erklingen Teile aus der Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz neben klassischen Liedern wie "Vom Himmel hoch, da komm ich her" und  "Es ist ein Ros entsprungen". Die Folge der Gesänge und Instrumentalstücke ist jedoch nicht wahllos aneinandergereiht, sondern bildet – ähnlich einem Oratorium - ein zusammenhängendes, logisch fortschreitendes Ganzes. So zielen die Bilder und Legenden von der Verkündigung bis zu den Heiligen drei Königen folgerichtig auf das Symbol "Licht in der Finsternis" hin, welches in einer der schönsten Sitten von "Liebe Alte Weihnachtslieder" seinen Ausdruck findet: Im Quempas-Singen. Wenn Kinder mit brennenden Kerzen in die Kirche einziehen wird alles hell. Der Quempas hat seine große Beliebtheit und Verbreitung durch "Liebe Alte Weihnachtslieder" erfahren. Inzwischen ist er in vielen evangelischen Kirchen zu einem wichtigen Stück weihnachtlicher Tradition geworden.

Als die älteste jährlich stattfindende Konzertveranstaltung in Hamburg blickt "Liebe Alte Weihnachtslieder" auf eine lange Geschichte zurück, die vor 70 Jahren ihren Anfang nahm.

1939 fand das erste Konzert mit diesem Namen  unter der Leitung seines Initiators Adolf Detel in der Hauptkirche St.Jacobi statt. Nachdem diese 1944 durch einen Bombenangriff zerstört worden war, zog das Konzert zweimal um und fand schließlich seine Heimat in der St. Petrikirche, welche den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte.

Adolf Detel, Professor an der Hamburger Musikhochschule, sammelte Weihnachtslieder aus ganz Europa, übersetzte und bearbeitete sie. So entstand im Lauf der Jahre ein Fundus von mittlerweile rund 800 Weihnachtsliedern und Motetten.

In den schweren Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit hatte "Liebe Alte Weihnachtslieder" neben dem musikalischen Genuss, den es bot, eine trostspendende Funktion. Seitdem erfreut sich "Liebe Alte Weihnachtslieder" immer wieder der Beliebtheit des Publikums und ist zu "einer der schönsten Hamburger Traditionen" geworden, wie das Hamburger Abendblatt einmal schrieb.

Das Programm wird vom Hamburger Kammerchor unter der Leitung von Mark Baumann und dem Mädchenchor Hamburg der Staatlichen Jugendmusikschule unter der Leitung von Gesa Werhahn gestaltet. Begleitet werden die Chöre von  historischen Instrumenten: Flöten, Trompeten, Posaunen, Streichern und der Orgel.

 
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